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13.01.2007 22:48:00

... erbärmlich: Die Alte Nationalgalerie hat kein nennenswertes Museumscafé

 
Der Tiefpunkt der Berliner Museumsgastronomie ist wohl eindeutig die kümmerliche Espresso-Ecke der Alten Nationalgalerie. Integriert in den sorgfältig versteckten Museums-Shop (auch kaum der Rede wert) bietet das Café im Keller genau vier Tische. Den Kaffee bekommt man durch Selbstbedienung über den gleichen Tresen gereicht, an dem auch Bücher und Plakate bezahlt werden müssen, richtigen Kuchen gibt es überhaupt nicht.
Was denken sich Museumsplaner nur bei so etwas? Waren die denn noch nie außerhalb von Berlin in einem Museums-Café? Anderenorts sind diese Lokalitäten Treffpunkte für Touristen und Einheimische, Orte an denen das Leben ins Museum kommt und oft auch das Museum zu den Menschen auf der Straße. Gerade in einer "Nationalgalerie", die mit dem historischen Baudekor und sicher auch mit der ansonsten sehr schönen und teuren Restaurierung/Sanierung durchaus ein deutsches Vorzeigeobjekt sein will und ist, kann man so was nicht machen. Wenn die Nationalgalerie deutschen Kunstpatriotismus repräsentiert, dann ist das Café im Keller einfach nur peinlich. Was sollen die Touristen nur von uns denken?!
 

Autor: 

Magnus Hengge

Kategorie: 

Architektur

 Gesellschaft

 Mitte-Tiergarten-Wedding

 
 

Kommentare zu diesem Beitrag

 

Buffy, 24.03.2007, 21:40

Unnormal ERBÄRMLICH mit viel ERROR

 

Magnus, 10.09.2007, 09:51

Vor einigen Tagen hatte ich eine Email-Korrespondenz mit der Betreiberin des Museumsbuchladens Eva Schmidt, den ich hier (nach Absprache mit ihr) veröffentlichen möchte.

 

Eva Schmidt, 10.09.2007, 09:52

Sehr geehrter Herr Hengge,

mit Erstaunen musste ich festellen, dass Sie ein Foto von meiner Kollegin und mir auf Ihre Internetseite berlin-ist.de gestellt haben.
Es wäre sehr freundlich von Ihnen, uns vorher um unser Einverständnis zu bitten, oder noch besser: Uns auf Ihren Wunsch, die Mitarbeiter des Buchshops in der Alten Nationalgalerie zu fotografieren, anzusprechen. Dann lächeln wir nämlich beide in die Kamera, das sieht doch viel hübscher aus.
Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie im Rahmen Ihrer Berlin-Erkundungen auch den Buchshop in der Alten Nationalgalerie besucht haben, und finde Ihre Kritik an den baulichen Gegebenheiten des Buchshops durchaus nachvollziehbar. Schließlich kann sich ein Buchhändler niemals genug Platz zur Präsentation seines sorgfältig ausgewählten Sortimentes wünschen!
Leider haben Sie in Ihrer Kritik vergessen zu erwähnen, dass im Rahmen des Masterplans zum Umbau der Museumsinsel ein zentrales Museumscafe geplant ist. Deswegen hat der von Ihnen erwähnte "Museumsplaner" innerhalb des Museums keinen eigenen Ort für ein Extracafe vorgesehen.
Der Buchshop bietet den (von vielen Kunden in der Tat sehr geschätzten) italienischen Espresso als einen Service an, um den Genuss der ausliegenden Bücher zu unterstreichen.
Wer diesen Service bietet, ist für den Kunden natürlich nicht ersichtlich, und oft werden wir nach einem "richtigen" Cafe gefragt. Stellen wir dann aber richtig, dass es sich bei der Espressobar um ein Angebot des Buchshops, nicht des Museums handelt, reagieren die von Ihnen bemitleideten Besucher in der Regel verständnisvoll bis zustimmend. Der Tourist von Welt weiss ein ordentliches Museumscafe genauso zu schätzen wie einen Buchshop mit Espressobar.
Es wäre schön, wenn diese zusätzlichen Infomationen Ihnen ein vollständigeres Bild von der Situation des Museumsshops geben- a propros Bild: Bitte nehmen Sie doch das Bild von Ihrer Seite. Vielleicht kommen Sie einfach nochmal auf einen Espresso vorbei und fotografieren den Shop aus einer anderen Perspektive?

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen,

Eva Schmidt

 

Magnus, 10.09.2007, 09:52

Hallo Frau Schmidt!

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ist mir durchaus bekannt, dass es in der Alten Nationalgalerie keine expliziete Planung eines Cafés gibt, weil solche Räume "irgendwann einmal" vom zentralen Eingangsgebäude der Museumsinsel angeboten werden sollen. Die kümmerliche Café-Ecke im Buchshop ist nur so symptomatisch für die ganzen Museumsbauten in Berlin. Da macht man man ein wunderschönes Museum und zum Thema Aufenthaltsqualität rund um das Museumserlebnis verweist man auf ein noch nicht gebautes Gebäude, das vielleicht 10 Jahre später einmal da sein wird. Das bedeutet dann in der Konsequenz, 10 Jahre lang alle Museumsbesucher zu enttäuschen. So denken nur Organisatoren, denen es egal ist, ob man sich in ihrem Haus wohl fühlt. Oder nicht?

Das Bild von Ihnen nehme ich natürlich raus, wenn Sie es nicht mögen.

Darf ich diesen schriftlichen Dialog als Kommentare im Blog aufnehmen?

Viele Grüße ins Museum wünscht,
Magnus Hengge

 

Eva Schmidt, 10.09.2007, 09:52

Hallo Herr Hengge,

ich freue mich, dass Sie so rasch geantwortet haben und stimme Ihnen zu, dass das ständige Vertrösten auf ein nicht existentes Café dem Besucher bei akutem Hunger auf ein Stück "richtige" Torte nicht weiterhilft...
Gerne dürfen Sie unseren Dialog in Ihre Seite aufnehmen, und ich danke Ihnen sehr, dass Sie im Gegenzug das Foto von uns herausgenommen haben.
Alles Gute aus dem Museumsshop wünscht
Eva Schmidt

 

Ingo Nietzold, 23.03.2008, 22:05

Komisch: Herumgetigert; und Hunger gekriegt; und in dem "unwürdigen Eckchen" Kaffee und Kuchen bekommen; und ich frage mich. Sind dem Herrn Hengge die Bilder wichtig; oder mehr sein Stolzier-Status; und die Gepflegtheit seiner Kunst-Rezeption????! Traurig, dieses neue "Kultur"-Deutschland... Dr. Ingo Nietzold

 


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Text ohne Takt
von Joachim A. Buroh

09.12.2007 22:03:41

... sichtbar

 
am Zusammenhang
gestanden

alles aus dem Kopf
gesagt

anscheinend
gelächelt

das Leidwesen gab sich
untröstlich
 
 

26.11.2007 19:21:10

... umtriebig

 
meine Opposition gewinnt die Wahl
meine Ausschreitungen
ich habe Sex im Wartehäuschen
meine Erwartungshaltung ist gering
den Rohstoffmarkt erobere ich
bin im Rennen um 450 Sitze
 
 

25.11.2007 14:17:49

... die Zweifel los

 
und entschieden aus
dem Beispiel treten

sachte aufwärts strömen
Kreise ziehen

ohne zu weinen
kleine Zweifel teilen
(und würfeln)