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02.12.2007 19:10:12

... nett: Weihnachtsvögel in der Senefelderstraße

Man achte auf die Vögel auf der Straße und gehe überall dort, wo einer vor einem Laden sitzt auf Design-Objekt-Shopping-Tour.

 
Ach, ist der Prenzelberg gut. So schön warm und weich, kinderlieb, sensibel und handgemacht. Fröhlich, persönlich, grafisch und ein bisschen stereotyp. Und warum auch nicht? Schließlich ist der Prenzlauer Berg ja quasi ein Südhang: Bester Standort für gute Jahrgänge. Und man kann es sich hier auch leisten, sich den schönen Dingen zu widmen. Im Advent nun sogar sonntags unter dem Label "Weihnachtsvögel", denn einige Designer und Künstler haben sich nun in der Senefelderstraße und Umgebung zu einer gemeinsamen Marketingaktion zusammengeschlossen. Sie öffnen ihre Ateliers und Läden und laden ein zum Einkaufsbummel mit Glühwein und Gebäck. Alles mit viel Liebe und dem Gespür für Trends im Bereich "modern living".
Was bis vor einem Jahr der heimatliche Hirsch war, den es in allen ironisch sentimentalen Formen und Bildern auf einfach allem (Kissen, Kleider, Vasen, Tapeten, Waschlappen, Handtücher usw.) appliziert gab, ist nun durch das Motiv des Dackels ersetzt worden. Man sieht also: Nach wie vor trägt der Megatrend der Verbindung von konservativer Symbolik mit liberaler Konsumfreundlichkeit und ökologischer Haltung. Ideales Shoppingterrain für Eltern, deren Kinder Niklas, Emilie oder Luis heißen. Aber die wohnen ja sowieso ringsum. Man ist also zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Glück auf!
 
 

Autor: 

Magnus Hengge

 

16.11.2007 00:00:18

...Europa: Erfahrungen in der Ferne (kulturfrei).

manchmal muss man raus aus Berlin

 
Manchmal muss man auch mal raus aus Berlin. Sie kennen das.
Ferienwohnung mit Geschirrspüler, Satelliten-TV, Mikrowelle, Aussicht auf die Reize der Landschaft… und dann:
Eierkochen zum Frühstück.

Nach altem, überliefertem Rezept sollten die Eier vor dem Kochen „angepiekst“ werden.

In der Schublade leider nur untaugliches Gourmetwerkzeug für diesen chirurgischen Eingriff.

Was tun: Beim Vermieter fragen?
Ei roh im Glas? Mit alten Traditionen brechen?

Nein!
 
 

Autor: 

Uwe Feindt

Kategorie: 

Alltägliches

 Neukölln

 

02.10.2007 14:44:39

... in Bastellaune

 
Es ist wieder so weit,
Herbstzeit ist Bastelzeit:

Eltern kleben für ihre Kinder
.
 
 

Autor: 

Joachim Buroh

Kategorie: 

Alltägliches

 

30.09.2007 15:22:53

... im Windschatten

 
Dr. Eimast (Niebüll)
schont seine Stimme

Leise malt er
einen Kuckuck
.
 
 

Autor: 

Joachim Buroh

Kategorie: 

Alltägliches

 

30.09.2007 12:00:50

... überall

 
soso

woanders –
alles anders

gleichviel
hier wie irgendwo

alles anders –
als anderswo

obwohl –
.
 
 

Autor: 

Joachim Buroh

Kategorie: 

Alltägliches

 

26.09.2007 16:48:16

... gut beinander

 
Koor-
Dinieren:

Von
der Hand
in
den Mund
 
 

Autor: 

Joachim Buroh

 

25.09.2007 00:06:43

... nachtschlafend

 
Bittersüßer Schlaf unter Blumendecken
flach und nervig vom Mahren geritten
schwach gewunden, hohl meist auch gezahnt
unterhalten Feuer Flecken oder krause Adern
gehörig Zeit zur Gahre
.
 
 

Autor: 

Joachim Buroh

Kategorie: 

Alltägliches

 

20.09.2007 13:14:01

... im Kontinental

 
Lien aus am En:

Ant Erika tra Eani
ien Ark

As Rika af Opa
oz eur Tis

(für Alfred Wegener)

.
 
 

Autor: 

Joachim Buroh

Kategorie: 

Alltägliches

 Migration

 

19.09.2007 20:45:54

... überborden

 
Bei Nähe Normalnull
Im Schatten versonnen

Oel perlt erst recht im Regen
Austausch darüber mutet fremd

Artig sowohl auf wie ab
Waten wärts in alle Himmel

Richtungen weisen scharfes Bild
Schirm herrscht schöner wider

Willig bläst ost der Wind
Jammerlappen am Kahlen Asten
.
 
 

Autor: 

Joachim Buroh

Kategorie: 

Alltägliches

 Umwelt

 

18.09.2007 18:42:49

... 39,42 g Kohlenhydrate

 
Und dann war er da, der Tag an dem MC (man nennt in Kreuzberg seinen vollen Namen nicht) einfach auf hatte. Mitten in Kreuzberg und viel zu schön. Die Vermutung geht um, dass die Fläche für Massen-Ernährung womöglich damit erkauft wurde, den Bezirk aufwerten zu wollen. Das Gebäude liegt ein bißchen schüchtern zurückgesetzt. Eine Antiagressionsmaßnahme? Ein »Wind aus den Segeln nehmen«? Im Vordergrund ein Spielplatz. Aber wo ist dieser StephenKing-Clown, der die Kinder anlocken soll?! MC regt zum Denken an. Wer hätte das gedacht. Da entstehen an einem scheinbar völlig unwichtigen Ort Fragen, die einem sonst im Traum nicht eingefallen wären. Die riesigen Scheiben sind unversehrt. Verfolgen Autonome heute andere Ziele als in den 80ern? Gehen sie unbekannten Hobbies nach? Spielen sie Tischtennis mit ihren Katzen? Sind die Scheiben aus Panzerglas? Gibt es bei Panzerglas verschiedene Härtegrade? Ab wann bekommt so ein Glas Kratzer? Bei einer Bank habe ich mal Gewaltspuren in Glas gehauen gesehen. Werden die Schüler der Schulen drumherum ihre Mittagspausen in Zukunft hier zubringen und nach der Pubertät Allah, ihre Haut und die Einzelhändler im Kiez um Verzeihung bitten? Die ersten Gestalten sitzen hinter der schicken Glasfassade, als wären sie im Bauplan inbegriffen gewesen. Vielleicht essen jetzt weniger Leute Hähnchen für 1,99 EUR, von denen man auch nicht genau wissen will, wie sie gelebt haben und mehr Hamburger in denen laut wikipedia 24,09 g Fett, 39,42 g Kohlenhydrate, 26,28 g Eiweiß und 3,5 BE Broteinheiten sind. Nichts für Menschen, die sonst gern wie Popstars die Straße runterlaufen. Ob es sich dafür gelohnt hat die Bäume zu fällen? Vielleicht wird die Ruhe, die MC zuteil wird, von der still verbreiteten Hoffnung getragen, dass das Geschäft so mittelmäßig läuft, das Interesse sich so schläfrig, die Umsätze sich so mager entwickeln, dass Kreuzberg einen wirklich schönen Bauplatz zurückbekäme. Fehlen würde sicherlich nichts, denn eines kann man in Kreuzberg wirklich gut und vor allem abwechslungsreich: ESSEN

Nachtrag: Straßentypo bzw. Schrift auf dem Gehweg ist eine schöne Adaption aus dem Radsport und weist seit gestern vielen Passanten den Weg auf dem Weg z.B. zu MC. Die Themen wirken zwar etwas durcheinandergewürfelt und ein wenig Konzept wäre sicherlich wirkungsvoller ... aber der Anfang ist gemacht...
 
 

Autor: 

Stefanidad

 

18.09.2007 14:59:23

... über das Sacktuch geschossen?

 
Genug
Tuungen

1.)
Indivi-
Duell, das
Du
ich tu mir nix
du

2.)
Bon-
Duell, das
Du
tu mir nix
du
Du
ich tu Dir nix
du

Genug
getan

.
 
 

Autor: 

Joachim Buroh

Kategorie: 

Alltägliches

 Recht/Gesetze

 

17.09.2007 09:56:47

... schon lange her

 
1 Kind
2 Kinder
20 Mitarbeiter
3 Kinder
hier auf Handy
wie süß
Music Supervisor!
DAF
in Rot/Silber
1 Kind
Ford-Escort
2 Kinder
hier auf Handy
gut gemacht
wie heißt Du eigentlich
ich
bin arbeitsunfähig geschrieben
schon seit Jahren
so geil
1 Kind/2 Kinder
alle entlassen
Key Account?
also immer one face to the customer
ich hol mir mal schnell 1 Bier
in the States
well
3 Kinder
hier auf Handy
wie meine
... im Vintage-Stil?
kein Sex mehr
ey, seit 1 Jahr schon
alles mit PHP
kuck mir mal die Keramik kurz an
ja ja, jetzt auf dem Land
genau, um 2000 rum
oweia, wir auch
die ganzen Hartz 4-Penner jetzt
male wieder
echt?
zur Entspannung
wie geil
so süß
meine Frau
so intelligent
Kinder?
3
hier auf Handy
und was machst Du so

i love you

ich schick dir mal
1 Mail

.
 
 

Autor: 

Joachim Buroh

Kategorie: 

Alltägliches

 Gesellschaft

 

Suche

 

Text ohne Takt
von Joachim A. Buroh

09.12.2007 22:03:41

... sichtbar

 
am Zusammenhang
gestanden

alles aus dem Kopf
gesagt

anscheinend
gelächelt

das Leidwesen gab sich
untröstlich
 
 

26.11.2007 19:21:10

... umtriebig

 
meine Opposition gewinnt die Wahl
meine Ausschreitungen
ich habe Sex im Wartehäuschen
meine Erwartungshaltung ist gering
den Rohstoffmarkt erobere ich
bin im Rennen um 450 Sitze
 
 

25.11.2007 14:17:49

... die Zweifel los

 
und entschieden aus
dem Beispiel treten

sachte aufwärts strömen
Kreise ziehen

ohne zu weinen
kleine Zweifel teilen
(und würfeln)