Nach mehr als einem Jahr, haben wir uns entschieden Berlin-ist.de mit einer anderen Software weiterzubetreiben. Bisher haben wir es mit unserem eigenen von studio adhoc entwickelten CMS "adhocCo" erstellt und zukünftig werden wir (wie fast alle anderen auch) mit WordPress weitermachen. Die Verbindungen zur übrigen Wb 2.0-Welt sind einfach umfassender.
Es bleibt eigentlich alles beim Alten nur die Adresse für das RSS-Feed ändert sich. Zukünftig heißt sie: http://www.berlin-ist.de/index.php/feed/ Unter der alten Adresse werden wir einen RSS-Redirect einbauen, der aber vermutlich bei einigen RSS-Readern leider nicht funktionieren wird.
Ich hoffe, ihr werdet uns auch weiterhin regelmäßig besuchen, denn wir machen mit ungebrochenem Elan weiter. Für das Jahr 2008 haben wir auch noch einige Entwicklungen geplant, aber dazu ein ander Mal mehr.
Nachdem wir es alle durch den September geschafft haben, möchte ich der Allgemeinheit den Monatsüberblick aus dem Fenster zur Verfügung stellen. Diesmal mit Musik von der lettischen Band "Astrowind" von der EP "Somewhere The Music Had Been Played". Veröffentlicht wurde sie auf dem Netlabel "Resting Bell" von unserem Mitarbeiter und (hoffentlich bald mal wieder aktivem Berlin-ist-Blogger) Christian Roth. Er hat dort inzwischen acht Releases online gestellt, die von recht unterschiedlichen Künstlern stammen und das Ganze erfreut sich wachsender Nachfrage. Man hört bei den meisten Veröffentlichungen "Field Recordings" heraus, so auch bei dem Track "Straight Before The Rain", der dem September-Video unterliegt. Das Stichwort "Field Recording" bringt mich zu dem Google-Maps-basierten Projekt "soundmap", das unser Mitarbeiter Norman Liebich seit einiger Zeit entwickelt. Jeder enthusiasmierte Sound-Catcher kann damit Tonaufnahmen der ganzen Welt auf die Google-Karte legen und somit ganz einfach verorten. Noch ist das Projekt am Anfang und auch sicherlich nicht das einzige seiner Art, aber es beginnt langsam wirklich Spaß zu machen.
Am gleichen Tag, an dem ich angefangen habe kleine Zeitrafferfilme mit dem immer gleichen Blick aus dem Fenster aufzunehmen, begann ein junger bärtiger Künstler damit, jeden Tag ein nicht weniger formal strenges Video von sich selbst aufzunehmen. Man sieht ihn stets still stehend in irgendwelchen Berliner Umgebungen und er wirkt wie ein unverrückbarer Garant der Stabilität und des inneren Zusammenhalts gegenüber all den unsteten Geistern der Stadt. Sein YouTube-Name ist "Citizenstand" und seine Standhaftigkeit ist auf dem besten Weg langsam Kult zu werden. Ich bin jedesmal begeistert, wenn er seinen täglichen Beitrag zur urbanen Entschleunigung ins Web stellt und ich hoffe ihn irgendwann mal stehend zu treffen, um mich dann regungslos neben ihn zu stellen. Im Video oben ist zu sehen wie er die Ausstellung "NewYork - States of Mind" im neu sanierten Haus der Kulturen der Welt besuchte, in der der Künstler Tehching Hsieh (ganz ähnlich wie Citizenstand) sein tägliches Leben in NewYork dokumentarisch vorführt. Ich bin so sehr Fan, dass ...
meine Opposition gewinnt die Wahl meine Ausschreitungen ich habe Sex im Wartehäuschen meine Erwartungshaltung ist gering den Rohstoffmarkt erobere ich bin im Rennen um 450 Sitze